Algen - der Ursprung allen Lebens

24.04.2018 15:06

Algen - Schätze aus dem Meer

Meine große Aufmerksamkeit  richte ich im Shop u. a. auf die Kategorie Algen. Sie spielen für uns zunehmend eine wichtige Rolle.

Ob in der Ernährung, Medizin oder Kosmetik,  Algen leisten einen wertvollen Beitrag für uns Menschen. Bei der Herkunft der Algen habe ich besonders darauf geachtet, dass ausschließlich Algen aus nachhaltiger Wildernte mit Bio - Zertifizierung den Weg in unseren Shop gefunden haben, dies wird auch werde ich auch zukünftig bei neuen Produkten so handhaben möchte.

Heute möchte ich Euch die Algen ein wenig näher bringen. Die Meere sind der Ursprung allen Lebens. Aus kleinen Einzellern entwickelte sich über viele Million Jahre eine große Artenvielfalt. Einige Arten sind inzwischen ausgestorben, aber die Algen haben sich bis heute ihren Bestand in den Weltmeeren erhalten.

Wir unterscheiden Grünalgen (mit ca.8000 Arten), Rotalgen (mit ca.3700 Arten) und Braunalgen(mit ca.1500 Arten). Grünalgen sind überwiegend im Süßwasser vorzufinden, Rotalgen fast immer im Meer, Braunalgen sind nur im Meereswasser vorzufinden.

Aus Braunalgen gewinnt man Alginat (als Rohstoff für Verdickungs-und Geliermittel). Die Wasserzusammensetzung ist der menschlichen Zellflüssigkeit ähnlich.Lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente sind im Meerwasser enthalten.Die meisten Algenarten wachsen im Meer, nur ein kleiner Prozentsatz wächst im Süßwasser.

Die Makroalgen spielen in unserer Ernährung eine wichtige Rolle. Die Größe variiert von wenigen Zentimetern bis zu 60 Metern, aber sie können durchaus auch noch größer werden. Algen gedeihen in natürlicher Umgebung, ihre Ansprüche sind relativ gering, sie brauchen nur Sonne und Licht. Ihr Lebensraum erstreckt sich bis zu einer Tiefe von ca. 80 Metern. Die Algen werden für gewöhnlich an den Meeresbrandungen in verschiedenen Tiefen geerntet. Algen binden Kohlendioxid und spielen eine tragende Rolle in der Klimaregulierung, dem Treibhauseffekt. wirken sie entgegen.

Algen sind der Ursprung in der Nahrungskette und dienen in Form von Phytoplankton den höherrangigen Lebewesen wie Blauwalen und anderen Meerestieren als Nahrung. Aber auch für den Menschen sind Algen durch die hohe Dichte an hochkonzentrierten Nährstoffen eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans.

Aminosäuren, Mineralstoffe, Vitamine - insbesondere B12, die durch Synthese in den Algen entstehen, sind für den menschlichen Organismus von wichtiger Bedeutung. Veganer, Vegetarier profitieren von den Algen, da der Vitamin-B12-Spiegel immer im Auge behalten werden sollte.

Nicht zu vergessen sind die Omega-3-Fettsäuren EPA, DPA und DHA. Diese Stoffe sind von großer Wichtigkeit für unseren Körper, vor allem für die Versorgung unserer Gehirnzellen. Aus diesem Grunde sollte “Meeresgemüse“ öfter bei uns auf dem Tisch stehen.

Durch ihren besonderen Gehalt an Makro- und Mikroelementen haben Algen ein breites Anwendungsspektrum. Die Konzentration der Mikroelemente (Spurenelemente) ist im Wachstumsverlauf auf der Erde verschieden. Der Bedarf ist im Gegensatz zu den Makroelementen weitaus geringer. Die Makroelemente sind auf einem gleichbleibenden Niveau hinsichtlich ihrer Konzentration und entsprechen weitgehend der Konzentration in den Ozeanen

Der hohe Gehalt an Eiweiß ist vergleichbar mit Hülsenfrüchten (u.a. Soja) und Eiern. Er liegt bei ca. 35-40%. Die Vollwertigkeit des Aminosäurenprofils ist für unseren Organismus von großem Vorteil. Der Proteingehalt schwankt je nach Jahreszeit und ist im Winter und im zeitigen Frühjahr am höchsten.

Für die Ernte von Algen werden natürlich saubere Küstenbereiche vorausgesetzt, die weitestgehend frei von Industrieverschmutzung und Verunreinigungen anderer Art sind. Die Algen für die Biozertifizierung werden in dafür ausgewiesenen Schutzgebieten nachhaltig geerntet. bzw angebaut. In unserem Shop findet Ihr unterschiedliche Sorten getrockneter Algen verschiedener Herkunft.

Algamar ist ein wichtiger Vorreiter in puncto nachhaltiger Algenernte und schonender  Verarbeitung von Atlantikalgen mit Biozertifikat. Viel wird für den Schutz der Algen getan, dafür steht dieses von den Brüdern Clemente und Fermín Fernández Sáa gegründete Unternehmen seit über 20 Jahren mit seiner Erfahrung. Die Algen wachsen in Galicien an einem Atlantikabschnitt  mit dem saubersten Wasser in dieser Region und werden von Hand geerntet. Die schonende Trocknung unter 42 Grad garantiert die Erhaltung der wichtigen Nährstoffe. Sie sind vegan und vielseitig anzuwenden.

Ein weiterer Lieferant namens Seamore hat wunderbare Algenprodukte aus Irland (Connemara) und aus  der Bretagne in Frankreich.Durch den niedrigen Kohlenhydratanteil, vielen wichtigen Omega Drei Fettsäuren, Jod und Eisen sind die Produkte Tagliatelle (aus Riementang) und Bacon Seaweed  (aus der Palmaria Alge) schmackhafte Varianten, um ein tolles Essen zu kreieren. Ergänzt wird die Palette durch I sea Wraps, wo mit dem Befüllen Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.

In Asien, vorwiegend im Ostasiatischen Raum, sind Algen schon seit Jahrhunderten ein Hauptnahrungsmittel. Durch die zahlreichen asiatischen Restaurants in Europa gewinnen die Algen auch in der europäischen Küche immer mehr an Bedeutung. Ein breites kulinarisches Spektrum steht uns als Verbraucher zur Verfügung. Durch die verschiedenen Arten der Wasserpflanzen können wunderbare Gerichte zubereitet werden.

Wakame (Undaria pinnatfida), Kombu (Laminaria japonica), Nori (Porphyra spp.), Arame (Eiseniabicyclis) und Dulse (Palamaria palmata) sind einige Sorten, die in der Küche ihre Anwendung finden. Ihr könnt Algen roh verzehren oder als Zutat zu Salaten oder warmen Gerichten wie Suppen, Soßen, Gulasch, gedünstetem Gemüse, Reis und Desserts passen Algen sehr gut. Als Grundlage für eine herzhafte Brühe geben Algen einen hervorragenden Meeresgeschmack.

Wakame: Ihr Geschmack ist delikat und sanft; sie schmeckt nach Meer, die Konsistenz ist fleischig

Zubereitung: für ca. 10 Minuten einweichen und durch ein Sieb abspülen und ca. 5 Minuten kochen, die Volumenvergrößerung nach dem Einweichen und Kochen beachten(auf ein zehnfaches vom Rohzustand)

Kombu: der Geschmack ist salzig, ein wenig wie geräuchert, die Konsistenz ein wenig fest.

Zubereitung: Einweichen ca. 8 Minuten, Abspülen,  ca. 35-40 Minuten kochen und weiter zubereiten, Volumenzunahme ca. viermal mehr als im Rohzustand

Nori (Rotalge)überwiegend in Japan beheimatet, der Geschmack ist nussig delikat, die Konsistenz ein wenig fest,

Zubereitung: ca. 5 Minuten Einweichen und danach Abspülen und ca. 10 Minuten kochen, Volumenzunahme ca. bis zu viermal gegenüber dem Rohzustand. Die Blätter von Nori passen sehr gut zu Sushi, um z.B. Fisch und Reis einzuwickeln.

Da der Jodgehalt bei der Nori nicht so hoch ist, wie bei anderen Algen, ist sie empfehlenswert, wenn man als Konsument auf den Jodgehalt achten muss. Nori muss nicht gekocht werden.

Arame (Braunalge): der Geschmack von Arame ist delikat und ein wenig süßlich, die Konsistenz ein wenig fest,

Zubereitung: die Algen mind. 30 Minuten Einweichen und dann  Abspülen, ca. 15 Minuten kochen. Es wird auch empfohlen, die Algen in Kokosfett zunächst kurz anzudünsten und dann  mit etwas  Wasser abzulöschen .Die Volumenzunahme nach dem Einweichen und Kochen beträgt bis zum Vierfachen des ursprünglichen Volumens. Arame passt gut zu Salaten. Arame ist als Einsteigerprodukt gut geeignet, wenn man sich zunächst an den Geschmack von Algen gewöhnen möchte.

Der Jodgehalt ist mit am höchsten von den Algenarten, wird jedoch durch das Einweichen stark reduziert..

Dulse (Rotalge):ist an den  Küsten Schottlands, Irland, Frankreich aber auch Kanadas beheimatet Der Geschmack ist leicht salzig bis rauchig, erinnert auch an Speck, je nach Aufzucht und Anbaugebiet mehr oder weniger intensiv , die Konsistenz ist ein wenig fest.

Zubereitung: Dulse Einweichen mind. 10 Minuten und danach Abspülen, weiter zubereiten. Die Volumenzunahme bis zum Vierfachen des Trockengewichts beachten. Die Mindestzeit zum Einweichen sollte beachtet werden. Ein wenig Salz zum Einweichen dazu fügen. Es ist empfehlenswert, vor dem Kochen die Algen in Kokosöl anzudünsten, damit die Nährstoffe besser vom Organismus aufgenommen werden. Als Empfehlung kann man die Algen auch je nach Geschmack mit einer guten asiatische Soße kurz aufkochen. dazu geben und nochmal kurz die Algen aufkochen.

Nach dem Kochen sollten Reste der Mahlzeit in den Kühlschrank und alsbald verbraucht werden. Dulseblätter sind auch ein beliebter Snack.

Hijjki(schwarzes Seegras)gehört zu den Braunalgen

In Japan sehr beliebt, werden nach einem Jahr von Hand geerntet und durch einen speziellen Trocknungsprozess bekommen sie ihre typisch schwarze Farbe.

Sehr jodhaltig, reich an Kalzium und Eisen. Sie haben einen typischen Meergeschmack .

Zubereitung: einweichen und für ca.20 Minuten kochen.

Generell gehören Algen nach dem Kochen in den Kühlschrank, wenn sie nicht komplett verzehrt werden.

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Süßwasseralgen Mikroalgen Spirulina/Chlorella

Spirulina

Aufgrund hohen Proteingehalts ist Spirulina eine gute pflanzliche Alternative zum Fleisch. Sie hat leicht verdauliches Eisen, gerade wichtig für die Vegetarier und Veganer, die auf den Eisenspiegel achten müssen.

Die intensive blaugrüne Farbe der Spirulina-Alge entsteht durch ihre ungewöhnliche Pigmentierung, Chlorophyll, Phycocyanin und gelborangene Carotinide bilden ein buntes Farbspektrum. Der Chlorophyllgehalt ist deutlich höher als bei Weizen-oder Gerstengras.

Damit ist Spirulina eine bedeutende Energiequelle für den menschlichen Körper. Chlorophyll spielt auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung einer optimalen Darmflora. Spirulina ist reich an wertvollen, essentiellen Aminosäuren, hat viele Mineralien und Vitamine und Enzyme.

Auch die für uns notwendigen ungesättigten Fettsäuren wie Linol-und Linolensäure sind in dieser Alge reichlich vorhanden. Unser Körper wandelt es zu Gamma-Linolensäure .Hierbei handelt es sich es um die Vorstufe PGE 1, eine Vorstufe der entzündungshemmenden hormonähnlichen Substanz Prostaglandin. Im Zusammenspiel mit Vitamin B6, Zink und Magnesium, alles enthalten in Spirulina, geschieht diese Umwandlung im Körper Spirulina ist ein beliebtes Nahrungs-ergänzungsmittel und kann Euer Immunsystem positiv unterstützen. Spirulina  sollte allerdings am Abend nicht eingenommen werden, da es anregend wirken kann.

Chlorella

Chlorella ist eine einzellige Alge,und gehört nicht zur Gruppe der Cyanobakterien.

Sie gehören zu den Grünalgen und wachsen in Teichen oder kleinen Seen.

Für den menschlichen Verzehr wird aussschliesslich Chlorella pyrenoidosa als Nahrungsergänzung verwendet. Sie hat mit den höchsten Chlorophyll-Gehalt, enthält zahlreiche Vitamine u.a. Vitamin C und E, Niacin, B-Vitamine, auch das  wichtige B12 Vitamin in aktiver Form, Pantothensäure und Folsäure.

Durch ihren hohen Gehalt an Antioxidantien, Polyphenolen, ungesättigten Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure und Linol kann Chlorella den Organismus unterstützen. Chlorella enthält auch wichtige Aminosäuren, Mineralien und wichtige essentielle Mikronährstoffe u.a. Magnesium, Kalium, Mangan, Eisen, Selen, Zink u.v.m.

Bei der Einnahme von Chlorella gilt es, viel Wasser zu trinken, damit die Aufnahme der Kapseln oder des eingenommenen Pulvers optimiert wird. Empfohlen werden täglich 3-4 Gramm am besten dreimal täglich vor dem Essen. Empfohlen wird Chlorella mit Vitamin C zusammen einzunehmen, damit das enthaltene Eisen vom Körper besser aufgenommen werden kann.

Bei der Methode nach Dr. Klinghardt erfolgt ein anderer Einnahmemodus. Unterstützend können Bärlauch und Koriander, Cystus -tee  oder Ling-Zhi-Pilztee mit verwendet werden. Sowohl Spirulina als auch Chlorella sind im Zusammenspiel als wertvolle Nahrungsergänzungen anzusehen.

Auf die AFA-Alge möchte ich hier im Blog nicht weiter eingehen, da sie teilweise als Nahrungsergänzung recht umstritten ist .Dafür bitte ich um Verständnis.

Generell beachtet bitte beim Verzehr von Algen den Jodgehalt. Jod ist ein natürlicher Bestandteil des Meerwassers.

Insbesondere Braunalgen, wovon es ca.1500 Arten gibt, enthalten größere Mengen Jod. Damit schützen sich Algen vor dem oxydativen Stress und Bakterienbefall.

Die max. empfohlene Gesamttageszufuhr an Jod sollte 500 Mikrogramm nicht übersteigen (Bundesamt für Risikobewertung 2007).

Aber der Körper braucht auch Jod als Spurenelement. Bei Hashimoto dürfte keine Problematik auftauchen. Solltet Ihr für die Schilddrüse Medikamente einnehmen, konsultiert bitte Euren behandelnden Arzt.

Verwendung von Algen in der Kosmetik und Medizin

Der hohe Anteil an Polysacchariden in den Algen macht sie für die Kosmetikherstellung und in der Medizin so interessant. Der oxydative Stress kann durch die besonderen Wirkstoffe in den Algen reduziert werden Weltweit, auch in Deutschland, in Kiel werden Algen und deren Potenzial erforscht und Produkte entwickelt, die auf Algenbasis beruhen. Zahlreiche Firmen haben sehr gute Produkte auf Algenbasis entwickelt.

Mit Oceanwell Kosmetik habe ich ein deutsches Unternehmen ausgewählt, das mit der Laminaria Alge arbeitet. Das Kosmetikresort ist ein Teilbereich des Unternehmens OceanBasis GmbH, die ökologisch die Laminaria Alge kultiviert.

Die Laminaria Alge spendet Feuchtigkeit und ist für die Haut ein guter Schutz vor belastenden Umwelteinflüssen.

Die Alge wird an der Ostseeküste vor Kiel in einer Farm angebaut und geerntet und vor Ort zu den Oceanwell Produkten verarbeitet. Seit 2001 erforscht und entwickelt oceanBasis in Kooperation mit Universitäten, Apothekern und Dermatologen Produkte für die Kosmetik und die pharmazeutische Industrie. Aus dieser Zusammenarbeit resultiert die erste zertifizierte Naturkosmetik auf Basis nachhaltig angebauter mariner Wirkstoffe.

Die beteiligten Entwickler und Forscher halten sich strikt an die Vorgaben bezüglich Qualitätslevel sowie Nachhaltigkeit der Ressourcen. Unweit von ocean Basis, in der Uniklinik Kiel wurde und wird mit Algen in der Forschung gearbeitet, inwieweit sie in die medizinische  Behandlung mit eingebunden werden können .Da gibt es noch viel zu tun, doch gibt hier bereits sehr positive Ansätze.

Auch arbeiten Forschende der ETH Zürich, der Empa und des norwegischen Forschungsinstituts SINTEF zusammen, um einen Behandlungsansatz für ein Medikament, welches auf dem Braunalgen Molekül beruht, zu entwickeln.

Das Polysaccharid Alginat wird aus den Stielen vom Palmentang aus der Laminaria hyperborea extrahiert und mit Sulfatgruppen chemisch modifiziert. Ein interessanter Ansatz in der Forschungsarbeit, um eventuell ein wirksames Medikament für die Arthrosetherapie  zu entwickeln

Algen werden in der Zukunft eine wichtige Rolle bei der Ernährung der Weltbevölkerung spielen und dabei gleichzeitig einen Beitrag zur CO2- Reduzierung leisten. Wir sollten ihnen die gebührende Aufmerksamkeit schenken. Wir sind alle dafür verantwortlich, den Schutz der Meere durch Überfischung, Verschmutzungen aller Art zu vermeiden und zu unterbinden. Jeder auf seine Weise, und nach seinen persönlichen Möglichkeiten. Auch im Urlaub am Strand, der nächste Abfallkorb kann doch soweit nicht sein.

Denn gelangen Reste von Plastik etc. erstmal ins Wasser, ist es fast unmöglich, das mit geringem Aufwand zu bereinigen.

Denkt bitte an den großen Plastikstrudel im Pazifik, welcher mittlerweile 4 mal größer ist als Deutschland und eine Tiefe von 10 m aufweist!!!

Eure Ines


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